Internet of Things (IoT) – das Internet der Dinge im Haus

Das Internet der Dinge, kurz IoT für Englisch Internet of Things, begleitet mehr und mehr den Menschen in seinem Alltag. Die immer kleiner werdenden, eingebetteten Computer messen, steuern, navigieren, steuern, rechnen, dokumentieren, kommunizieren und recherchieren für den Menschen.

Von den Marktforschern von IDC wird geschätzt, dass 2020 weltweit rund 30 Milliarden „Dinge“, wie Autos, Maschinen, Waschmaschinen und Kühlschränke beispielsweise über das Internet vernetzt sein werden. Pro Einwohner soll es 2017 allein in Deutschland bereits sechs vernetzte Geräte geben. Durch diese Entwicklung wird es zu einer wahren Explosion der Datenmenge kommen. Schon jetzt verdoppelt sich das Datenvolumen im Internet alle zwei Jahre und bis 2020 wird der mobile Datenverkehr 15-mal größer sein, als 2010.

Internet der Dinge: seine Herkunft

Die Industrie 4.0 ist gar nicht mehr denkbar ohne das IoT, dass bereits Ende der 1990er Jahre von dem Forscher Kevin Ashton am Massachusetts Institut of Technology Sensor- und Identifikationstechnologien entwickelt wurde. Damit hat der Forscher wichtige Grundlagen für den Datenaustausch zwischen Maschinen geschaffen. Denn das ist das Internet der Dinge: die Kommunikation von smarten Geräten untereinander. Allerdings gibt es dafür keine allgemeingültige Definition, aber klar ist, dass sich die beteiligten Dinge in der Regel mikroprozessorgesteuert über ein digitales Netz unterhalten.

Doch wozu das Ganze?

Was ist das Internet der Dinge eigentlich genau?

Durch die immer kleiner werdende Chips und Prozessoren wird es möglich, Gegenstände, also Dinge, so auszustatten, dass sie eigenständig als Sensor und Aktor, wie beispielsweise der Rauchmelder, fungieren können. Bei den sogenannten Wearables handelt es sich um tragbare, winzige Sensoren, die beispielsweise in die Kleidung der Nutzer eingenäht werden können. Selbst ein Hörgerät ist ein gutes Beispiel für ein Wearable. Es ist klein und tragbar und leistet ohne aufzufallen oder Aufmerksamkeit auf sich zu lenken seine Dienste. Zugleich können diese Gegenstände untereinander mit anderen vernetzt werden.

Ein wesentlicher Faktor, der die Idee von dem Internet der Dinge auch für das eigene zuhause (Smart Home & Smart Home Geräte) interessant macht, ist die Tatsache, dass dem Menschen Arbeiten durch das eigenständige Agieren der Dinge (Gegenstände) abgenommen werden, und ihn nicht zusätzlich beschäftigen. Allerdings gehen die Meinungen und Visionen, ob der Kühlschrank dann seinem Eigentümer den Einkaufszettel auf das Smartphone schickt oder sogar gleich eigenständig im vernetzten Supermarkt die Bestellung aufgibt noch sehr weit auseinander. Aber die eigenständige Kommunikationsfähigkeit der Sensoren, sei es nun der Kühlschrank, der Rauchmelder oder ein anderes „Ding“ im Smart Home, ist ein spannender Aspekt des Internet of Things (IoT).

Internet der Dinge in 3 Minuten erklärt:

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Internet of Thins im Smart Home

Auch für die Vernetzung im Smart Home ist das IoT – Internet of Things – sehr interessant. Durch die RFID-Technologie können die Sensoren und Aktoren gekoppelt werden und dann selbstständig miteinander kommunizieren, ohne dass sich der Nutzer darum kümmern, muss.

Bei RFID handelt es sich um die Abkürzung des englischen Begriffs „radio-frequency identification“ und heißt übersetzt so viel wie „Identifizierung durch elektromagnetische Wellen“. Die kleinen Transponder sind nicht größer als ein Reiskorn und es besteht sogar die Möglichkeit diese unter der Haut zu implantieren – das funktioniert sowohl bei Tieren und auch bei Menschen. Um die Daten auszulesen, wird ein entsprechendes Lesegerät benötigt und es ist abzusehen, dass diese Technologie in Zukunft auch den Barcode ablösen kann.

Doch weiter mit dem IoT im Smart Home. Gehen wir gedanklich noch einen Schritt weiter, hin zu einer intelligenten Einrichtung, die in der Lage ist, dem Nutzer tatsächlich Arbeiten abzunehmen. In diesem Bezug ist der Kühlschrank, der über seinen Inhalt und fehlende Produkte Auskunft gibt, ein Beispiel, das immer wieder gern angeführt wird.

Energie sparen durch Sensoren.

Bei Internet of Things geht es im häuslichen Bereich vor allem darum, die alltäglichen Aufgaben zu automatisieren. Von den Experten wird der Aufwand für Putzen, Einkaufen, Essen und Kochen weltweit im Jahr 2025 auf jährlich 23 Billionen US-Dollar geschätzt. Diese Summe ließe sich Schätzungen zufolge mit Hilfe von Automaten um 17 % reduzieren und hier ist die Sprache von Saugrobotern oder Mährobotern. Des Weiteren könnten die Geräte durch entsprechende Sensoren und Algorithmen lernen, ihre Tätigkeiten an die Lebensgewohnheiten des Menschen anzupassen und diese dann auf gewisse Zeitfenster zu beschränken. Also die Arbeiten dann durchzuführen, wenn diese am wenigsten stören.

Des Weiteren können die Sensoren auch helfen Energie einzusparen, in dem von smarten Thermostaten die Raumtemperatur geregelt wird, wenn niemand zuhause ist und diese dann wieder hochfährt, bevor die Bewohner heimkommen. Aber auch andere Geräte könnten durch das IoT Internet of Things gesteuert werden, wie beispielsweise die Waschmaschine oder der Geschirrspüler.

Ein Nachteil: die Sicherheit des IoT (Internet of Things)

Sicherlich kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass das Internet of Things ein riesiges Potenzial mitbringt, aber zugleich auch große Herausforderungen und viele Fragezeichen. Das größte Problem findet sich im Bereich der Sicherheit.

Das ist damit begründet, dass immer mehr neue und intelligente und vernetzte Geräte kommen, die den Menschen im Alltag begleiten. Zumeist wird das große Potenzial betont, das für die IT-Branche und auch die Entwickler sehr attraktiv ist, aber das Internet der Dinge bringt auch eine sehr große Herausforderung mit sich und hier lässt die Lösung noch auf sich warten. Genau hier kommt die Sicherheit ins Spiel, denn durch die Anzahl der vernetzten alltäglichen Geräte wächst auch die Datenmenge und diese wird gesammelt und gespeichert – entweder auf den Geräten oder in der Cloud. Nicht nur für die Hacker sind diese attraktiv, sondern mit jedem Gerät wächst das Potenzial der Sicherheitslücken und der Schaden, der durch einen Hackerangriff entstehen kann, ist noch viel größer. Es ist nicht auszudenken, was mit einer gehackten Schließanlage für ein Schaden angerichtet werden kann..

Dazu kommt, dass es auch enorm viel Zeit in Anspruch nehmen wird, all die smarten Geräte zu verwalten. Die Sicherheitslücken müssen durch Patches oder Firmware-Updates geschlossen werden und schon jetzt vergessen viele Nutzer, den noch überschaubaren Gerätepark aus Computer und Smartphone auf einem aktuellen Stand zu halten. Eines ist sicher, mit noch mehr Geräten wird es noch schlimmer.